Ich kann keine Nudeln mehr sehen
Die Seminare sind vorbei, Klausuren geschrieben. Das einzige, was noch drückt, sind die Abgabefristen für Hausarbeiten. Also eigentlich eine ruhige Zeit, die meisten Kommilitonen sind ohnehin in größeren Städten und absolvieren dort ihre Praktika. Es gibt aber auch Nachteile an der vorlesungsfreien Zeit. In meinem Fall ist es zum Beispiel die fehlende Mensa.
Unsere Hauptmensa hat ihr Angebot zwar um nur zwei Auswahlmahlzeiten (einmal Mittag, einmal Abend) reduziert, aber dadurch, dass ich nicht auf dem Campus lebe, komme ich in diesen zwei Monaten Präsenzfreiheit nur allzu selten an ihr vorbei. Das heisst aber auch, dass ich nun wieder darauf angewiesen bin, mir alleine mein warmes Mahl zu bereiten. Das macht einmal die Woche auch Spaß, wenn ich mich kulinarisch so richtig auslassen kann. Aber auf Dauer ist es doch, wenn nicht zu anstrengend, dann doch vor allem viel zu teuer. Also mache ich das, was ich schon immer gemacht habe. In den Ferien gibt's Nudeln. Dabei denke ich mir jedes Mal: Née, ich will nicht mehr. Sowohl vor'm Kochen als auch nach dem Verzehr.
So wie heute. Es reicht! Ob Spaghetti, Makkaroni, oder Fussili, ich kann keine Nudeln mehr sehen, auf welche Art auch immer! Wann lerne endlich dazu?
