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martin  //  semiblogging what didn't fit elsewhere. (cc) by-nc-sa

May 14 / 3:19pm

Zwanzig Sekunden Ruhm [update]

Ich gebe zu, ich halte mich bislang eher zurück, wenn es um das Verhalten im Internet geht. Ich suche mir schon sehr genau aus, wo ich mich eintrage, und wo ich es lieber bleiben lasse. Ich bin auch ein Boykotteur des StudiVZs/Facebooks, seit Anfang an, wo es noch nicht cool war, sich dagegen zu verweigern. Aber langsam wird das ganze virtuelle, "soziale Netzwerke knüpfen" doch zur Plage. Was bringt es mir denn, wenn meine Kommentare auf Twitter gerade mal zwanzig Sekunden stehen bleiben. Was bringt es für einen Mehrwert, wenn ich Dank last.fm nun allen meinen Skype-Kontakten sekündlich mitteilen kann, welches Lied ich gerade höre. Wen zum Teufel interessiert es, was ich in dieses Blog schreibe? (Ich bin ohnehin von mir selbst verblüfft, dass ich das Bloggen tatsächlich endlich so lange durchgehalten habe, und sogar noch weitermachen werde. Aller guten Dinge scheinen also wirklich drei zu sein.) Um aber wirklich einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, muss ich doch einfach unverhältnismäßig viel Zeit in das Medium investieren.

Regelt sich das Netz selbst? Weblogs scheinen ja mittlerweile gesellschaftlich akzeptiert und haben ihre Sinnkrise wohl überlebt. StudiVZ/Facebook hat sich sogar dermaßen etabliert, dass diejenigen, die nicht daran teilhaben, sozial den Kürzeren ziehen, und zwar im echten, nicht-virtuellen Unileben. (Ich werde übrigens jedesmal mit faustgroßen Augen angesehen, wenn ich mitteilen muss, dass ich mein StudiVZ-Konto nach nur drei Minuten und zweimal gegruschelt werden wieder gelöscht habe. Ja, es gibt ein Leben neben StudiVZ, auch wenn es kleiner geworden ist.)

Getwittert habe ich soeben: "Ich schreibe gerade Blog und denke übers Netz nach." Im Winamp höre ich "The Killers".

Update (November 2008): Tja, so schnell kann's gehen. Ich twittere mittlerweile (aktuell 4 tpd), bin bei sehr aktiv bei facebook und auch sonst ein relativ passionierter early adopter geworden. Aber man muss mir zu Gute halten, dass sich das social web seither auch ganz schön weiterentwickelt hat. ;)

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Apr 14 / 12:23pm

Aller Anfang ist schwer

Da denkt man, dass man sich am Semesterstart jetzt erstmal zurücklehnen kann, und sich langsam wieder in den Unialltag einfindet. Denkste. So aktiv wie die Ferien waren, gehts auch direkt weiter an der Uni. Ich komme gerade tatsächlich nicht dazu, mal in Ruhe eine Zeitung oder ein Buch zu lesen, geschweige denn einen vernünftigen Blogeintrag hinzubekommen.

Das Projekt habe ich jedoch noch nicht aufgegeben. Auch wenn mich ein Rückschlag fast dazu veranlasst hätte. So habe ich einer meiner Hausarbeiten ordentlich abgegeben und die Erkenntnis, dich ich aus der Arbeit zog, hier als Blogeintrag veröffentlicht. Resultat? Mir wurde massive Paraphrasierung vorgeworfen. Die Verantwortlichen vergaßen einfach, zu prüfen, wann der Artikel online gegangen ist, oder von wem der eigentlich stammt. Das ist schon sehr ärgerlich, und hat mich zu diversen Überlegungen veranlasst, beispielsweise inwiefern man eigentlich nur für den Schein arbeitet und keine Mehrwert darausziehen kann. Immerhin stecken wir ja in der Regel nicht wenig Arbeit in so einen 15 - 20 seitigen Text.

Ich hoffe jedenfalls, dass ich hier bald wieder was schreiben kann, vermisse es schon ein wenig. Aber Uni geht zumindest dieses Semester einmal vor!

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Mar 21 / 7:29pm

Frühlingsanfang

Ich hätte anstatt des möchtegern-philosophischen Titels meinem Blog wohl auch den Namen "witterungsbezogene Gedanken" geben können. Ich gebe zu, etwas zu oft über das Wetter zu scheiben. Aber wer kann denn ahnen, dass es so unbeständig bleibt und weiterhin seine Kapriolen schlägt. Heute ist Frühlingsanfang. Meteorologisch oder kalendarisch? Das spielt keine Rolle, denn heute am Morgen hat mich, wer hätte es geglaubt, der Schnee überrascht. Zum Glück ist heute aber auch der Tag, an dem ich zum Heimaturlaub - ich bin fast geneigt Fronturlaub zu sagen - aufbreche.

Meine Heimreise, sofern ich sie mit der Deutschen Bahn begehe, führt mich traditionell über den Leipziger Hauptbahnhof. So auch heute. Es ist wirklich ein schöner Bahnhof, will gar nix gegen ihn sagen, aber den Geruch, mit welchem ich und die anreisenden Besucher der Leipziger Buchmesse heute begrüßt wurden, empfand ich doch sonderlich. Gebrannte Mandeln? Lebkuchenherzen? Am Tage des Frühlingsbeginns? Da war also dieser Stand, der äußerlich sehr nach Ostern aussah, aber doch so weihnachtlich duftete. Naja, es hat ja immerhin geschneit, und die richtigen Osterstände waren auch nur wenige Meter entfernt. Irritiert und vom Duft beseelt führe also ich meine Reise fort.

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Mar 13 / 9:05pm

In Berlin beginnt schon heut' der Sommer

Es ist nicht immer einfach, Fan eines Sportvereins zu sein. In der Regel ist es ja gerade das ständige auf und ab einer Mannschaft, was alles spannend hält. Ich bin Eishockeyfan, und es wird niemanden überraschen, dass ich Fan des EHC Eisbären Berlin bin. Als solcher waren die letzten zwei Jahre ein Traum für mich, wir haben es geschafft, zweimal hintereinander (gesamt~) deutscher Meister zu werden. Das war eine schöne Zeit, um so trauriger ist jedoch, dass wir es in dieser Spielzeit leider nicht geschafft haben, überhaupt die Play-Offs zu erreichen. (Im Eishockey wird der Meister in einer K.O.-Runde nach der regulären Saison ermittelt.)

Nachdem wir die Vorsaison also nur auf Platz 9 abschlossen, mussten wir in einem direkten Duell um einen weiteren Play-Off-Platz kämpfen, und zwar durch einen Vergleich mit den achtplatzierten Frankfurter Lions. Das erste Spiel ging an uns, das zweite der "best-of-three"-Serie an die Frankfurter. Heute war also das Entscheidungsspiel. Und die Eisbären unterlagen mit 0:6 ungewohnt hoch und erlitten damit nicht nur eine empfindliche Niederlage, sondern sind natürlich auch aus dem Meisterschaftsrennen raus. Das heißt Sommerpause für Berlin.

(Bild: Archiv Zoo Berlin)

Immerhin gibt mir das die Gelegenheit, mal in den Zoo (obwohl Unterstützer des Tierparks) zu gehen und endlich den kleinen Knut zu besuchen, der ist ja auch nicht viel jünger als die Hockeymannschaft aber offensichtlich viel beliebter und berühmter, sodass ich gar nicht lange über andere Beschäftigungsmöglichkeiten in Berlin grübeln muss. Das Ergebnis ist ein eindeutig:

Kindchenschema 1 : 0 Alternativsportart

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Mar 12 / 2:37pm

Frühlingserwachen

Eben habe ich mich noch über die Rückkehr des Winters gefreut und heute ... was ein Wetterchen! Es hat ja gestern schon so gut angefangen, aber wie's sich heute darstellt, ist's einfach herrlich. Strahlend blauer Himmel, angenehme 20° und kein Lüftchen, das auch nur irgendwie störend wirken könnte. Einfach schön. Wird wohl Frühling, was?

Und nicht nur die Natur zeigt sich von ihrer besten Seite. Ich war heute im hiesigen Einkaufspalast. (Der heißt übrigens lustigerweise Sachsen-Allee. Ich kommentiere das erstmal nicht weiter.) Ich musste ein paar Einkäufen tätigen, das Übliche, und auf dem Weg dahin habe ich doch tatsächlich lachende und fröhliche Menschen gesehen. Und auf dem Rückweg verhielt es sicht nicht anders. Im Park gegenüber hat das Spielmobil heut' halt gemacht, und man hört kleine Kinder vor lauter Freude herumtoben. Das war ich hier alles gar nicht mehr gewohnt. Wir Menschen reagieren halt wohl doch sehr stark auf's Wetter. Heute ist es nun aber auch wirklich ansteckend. Hoffentlich hält es an. Denn nach dem heutigen Tag will ich vorerst keinen Schnee mehr sehen.

PS: Nicht zu glauben, aber die Fotos habe ich heut' ausnahmsweise mal mit meinem Funktelefon aufgenommen, so schlecht es auch in Räumen Bilder macht, an der frischen Luft bei viel Sonne sind das tolle Schnappschüsse.

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Feb 28 / 6:02pm

Nachruf

Heute betrauere ich endgültig den Verlust meines Rechners. So manch kleines Wehwehchen hat er überstanden, aber der sukzessive Ausfall des Bildschirms hat nun sein, und damit auch des Rechners, dunkles Finale erreicht. Sein Leben war mit 3 ½ Jahren vielleicht nicht das längste, erfüllt war es aber allemal. Er hat viele Länder, Steckdosen und Abenteuer erlebt, hat fleißig gelernt und kaum Aktualisierungen ausgelassen. Zwar hat er immermal wieder bei anderen Glaubensrichtungen geschnuppert, ist aber letztendlich seiner Redmonder Religion treu geblieben. Nicht zuletzt durch seine aufgeschlossene und kommunikative Art war er stets Stütze und Unterstützer für manches Netzwerk.

PS: Der Verlust ist auch der Grund, warum ich in der letzten Woche so ruhig war, und es wohl noch ein wenig bleiben werde. Dank Markus, eines Freundes hier aus Chemnitz, und seines Nachbarns, habe ich jetzt vorläufig erstmal wieder einen Monitor. Ich kann so wenigstens den Displayausfall kompensieren. Danke Markus! Wenn man jetzt vier Jahre lang vor einem LCD/TFT saß, is es doch recht erstaunlich, wieder auf einen 17" Röhrenmonitor zu gucken. Ich habe ganz vergessen, wie sehr solche Monitore flimmern.

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Feb 19 / 9:43pm

Ich kann keine Nudeln mehr sehen

Die Seminare sind vorbei, Klausuren geschrieben. Das einzige, was noch drückt, sind die Abgabefristen für Hausarbeiten. Also eigentlich eine ruhige Zeit, die meisten Kommilitonen sind ohnehin in größeren Städten und absolvieren dort ihre Praktika. Es gibt aber auch Nachteile an der vorlesungsfreien Zeit. In meinem Fall ist es zum Beispiel die fehlende Mensa.

Unsere Hauptmensa hat ihr Angebot zwar um nur zwei Auswahlmahlzeiten (einmal Mittag, einmal Abend) reduziert, aber dadurch, dass ich nicht auf dem Campus lebe, komme ich in diesen zwei Monaten Präsenzfreiheit nur allzu selten an ihr vorbei. Das heisst aber auch, dass ich nun wieder darauf angewiesen bin, mir alleine mein warmes Mahl zu bereiten. Das macht einmal die Woche auch Spaß, wenn ich mich kulinarisch so richtig auslassen kann. Aber auf Dauer ist es doch, wenn nicht zu anstrengend, dann doch vor allem viel zu teuer. Also mache ich das, was ich schon immer gemacht habe. In den Ferien gibt's Nudeln. Dabei denke ich mir jedes Mal: Née, ich will nicht mehr. Sowohl vor'm Kochen als auch nach dem Verzehr.

So wie heute. Es reicht! Ob Spaghetti, Makkaroni, oder Fussili, ich kann keine Nudeln mehr sehen, auf welche Art auch immer! Wann lerne endlich dazu?

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Feb 9 / 12:28am

Gibt es eigentlich noch Spatzen?

Ach, ich freue mich schon auf den Frühling. Darauf, dass die Tage wieder länger, die Temperaturen höher, die Bäume grüner und die Vögel lauter werden. Zugegebenermaßen, ich bin kein Ornithologe. Im Allgemeinen kann ich auch gerade so einen Adler von einem Specht unterscheiden. Aber ich erinnere mich noch genau an meine Grundschulzeit in Berlin. Ich habe mit Freuden das Bild vor Augen, wo kleine Spatzen die Brotkrümel vom Boden wegpicken. Was mich unweigerlich zu der Frage bringt: Gibt es überhaupt noch Spatzen?

Diese Frage klingt vielleicht trivial. Jetzt aber mal ehrlich: Wann habt ihr das letzte Mal einen Spatzen auf der Straße gesehen? Und ja, ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass es gerade Winter ist. Mal abgesehen davon, dass ich mir angesichts des Wetters (ohne das böse K-Wort nennen zu wollen) gut vorstellen kann, dass die Natur das gerade nicht so recht auf die Reihe bekommt.

Also google ich mal ein bisschen umher und erhalte prompt die wenig erfreuliche Antwort des Naturschutzbundes, der den Haussperling 2002 zum Vogel des Jahres erklärte.

Dabei ist fast unbemerkt geblieben, dass seit einigen Jahren die Bestandszahlen des Haussperlings deutlich, gebiets-weise sogar stark zurückgegangen sind [...]

Ein Rückgang lokaler Bestände ist auf fehlende Nistmöglichkeiten in und an Gebäuden, vor allem unter Dächern, zurückzuführen. Gebäudesanierungen verhindern leider sehr oft, dass Sperlinge weiterhin eine Brutnische finden können. Zunehmender Nahrungsmangel kommt hinzu [...]

Nun wohne ich noch nicht so lange in Chemnitz, und wenn ich ganz ehrlich bin, sind mir Spatzen in dieser Stadt noch nie aufgefallen. Ich wohne immerhin vis-à-vis einem kleinen Park. Da sollte mir doch mal so ein kleiner Vogel begegnet sein. Schließlich warte ich ja täglich genug an der Haltestelle. Aber Pustekuchen, immer nur olle Tauben, die ich trotz meines Nachnamens nur wenig spannend finde. Es gibt einfach zu viele Markusplätze, wenn ihr versteht, was ich meine. Es könnte natürlich auch durchaus sein, dass es hier in Rußkams nie Spatzen gegeben hat, bzw. dass es schon sehr lange keine mehr gibt. Das wäre nur als zu traurig.

Ich werde mich jetzt also auf den Frühling vertrösten müssen und mal in Berlin ein wenig umherschauen, da habe ich schließlich zuletzt welche gesehen. Sollte ich einen entdecken, melde ich mich sofort wieder.

Quelle: Naturschutzbund Deutschland e.V.

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Feb 4 / 8:18pm

Deutschland ist Handballweltmeister

Herzlich Glückwunsch zum Titel und Danke für eine tolle Weltmeisterschaft. Obwohl, ich würde es eher eine offene Europameisterschaft nennen, schließlich verteilen sich die ersten 14 Plätze (wenn wir die Russische Föderation mal dazuzählen) auf die europäischen Teilnehmer.

Und noch ein Hinweis an unsere Kölner Fans: Schön, dass ihr so toll feiern könnt, denkt aber bitte daran: Deutschland hat auch gewonnen, nicht nur Köln! Gebt die Spieler also bitte bald wieder frei ...

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Jan 29 / 7:42am

Alle Semester wieder ...

Tja, es ist wieder soweit. Zum Ende der Vorlesungszeit muss man Zeugnis ablegen!

Naja, zumindestens sollte man möglichst überzeugend darlegen, dass man das Semester über etwas in den jeweiligen Seminaren, Vorlesungen und Übungen gelernt hat. Das ganze durch Klausuren, Prüfungen und Wissensabfragen.

So auch in diesem Wintersemester: Mögen die Spiele beginnen. Die erste Klausur steht heute an! Die letzte am 06. Februar, bis dahin ruht dieser Blog etwas, schließlich kommt der Erfolg ja nicht von allein.

Bis dahin, viel Erfolg euch allen!

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